Phytotherapie - Pflanzenheilkunde

Eine Person, die Medikamente nimmt, muss sich zwei Mal erholen - einmal von der Krankheit und einmal von den Medikamenten.

- William Oster

 

 

Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde ist eine Therapieform, bei der ausschliesslich Pflanzen und ihre Wirkstoffe zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden.

 

Ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wird in kontrollierten klinischen Studien wissenschaftlich überprüft.

Die Pflanzenheilkunde bildete auch den Ursprung der Schulmedizin.

Die klassische Zubereitungsform pflanzlicher Heilmittel ist der Tee, sei es nun als Abkochung, Aufguss oder Kaltauszug. Daneben finden sie aber auch Verwendung in pflanzlichen Pillen, Tinkturen, Saftkuren, Wickeln, Salben, Sirupen, Ölen usw.

 

Die Pflanzenheilkunde blickt auf eine lange Tradition zurück. Vermutlich ist sie die älteste Heilmethode der Menschheit. Auch heute ist sie eine tragende Säule der Naturheilkunde. Das jahrhunderte- bis jahrtausende alte Erfahrungswissen über die Heilwirkungen der Pflanzen ist mit modernen naturwissenschaftlichen Forschungsmethoden mittlerweile in vielen Fällen bestätigt worden.

Pharmakologische Forschungen erschliessen uns dabei faszinierende Einblicke in die Wirkweise pflanzlicher Inhaltsstoffe auf den menschlichen Organismus. Neben der unmittelbaren persönlichen Kenntnis und Erfahrung stehen uns damit heute das traditionelle Wissen und die Ergebnisse moderner Heilpflanzenforschung zur Verfügung, um Heilpflanzen in der Therapie gezielt und sicher einzusetzen. Die Betrachtung der Pflanze als lebendiges, vielschichtiges Wesen spielt in der Pflanzenheilkunde ebenso eine Rolle wie die Beachtung wissenschaftlich-analytischer Erkenntnisse.